Mit dem Brooks Run Happy Team auf Brooks Island

„Brooks Island?“, wirst du dich jetzt sicher fragen. Ja! Brooks Island.

Es mag surreal und verrückt klingen, und das war es auch ein wenig, aber Brooks hat Mitte September das gesamte europäische Brooks Run Happy Team 2019 auf eine kleine kroatische Insel eingeladen.

Es war der Wahnsinn! Eine eigene Insel! Nur für uns! Rund 100 Menschen, bei denen jeder einzelne für sich eine inspirierende und begeisternde Persönlichkeit ist, auf einer kleinen Insel. Dass das nur einzigartig werden konnte, war eigentlich schon vorher klar.

Bis zur Ankunft wusste keiner so wirklich wo es hingeht. Das Einzige, was wir aufgrund der Flugtickets wussten, war das Land: Kroatien.

Anreise

Schon früh am Morgen habe ich mich mit Sack und Pack mit der Bahn in Richtung Frankfurter Flughafen gemacht. Dort kam ich in etwa gegen 10 Uhr an und war erstmal noch eine ganze Weile alleine, bis nach und nach weitere Happy Runner aus Deutschland, aber auch aus UK und Frankreich eintrudelten.

Unsere Gruppe wurde immer größer und wir hatten die erste Möglichkeit auch mal die Kollegen aus den anderen Ländern kennen zu lernen.

Gegen 12:15 Uhr ging der Flieger nach Split, wo wir von einem kleinen Reisebus abgeholt wurden. Während der etwa ein-stündigen Busfahrt haben wir dann von Teamkollegen vor Ort erfahren, dass es nach der Busfahrt noch mit dem Boot weitergeht und wir die nächsten Tage tatsächlich auf einer Insel verbringen werden.

Die Bootsfahrt ging auch nochmal etwa 25 Minuten, bevor wir endlich auf Brooks Island ankamen. Herzlich Empfangen hatten wir dann erstmal ein paar Stunden Zeit um „anzukommen“. Hallo sagen, Bierchen, Nachzügler empfangen, Bierchen, Schwimmen, Bierchen, Insel erkunden, Bierchen, … Ihr merkt schon – es wurde nicht nur Sport gemacht!

Karo Bube und Zicke Zacke, Zicke Zacke

Der erste offizielle Programmpunkt des Abends war dann das BBQ Dinner. Währenddessen wurden Karten verteilt. Jeder durfte aus einem normalen Kartenspiel eine karte ziehen. Ich habe den Karo Buben gezogen. Aber was bedeutet das nun? Ganz einfach! Jede Karte gab es 2x und jedem von uns wurde so ein Partner für den Best Fest Run am nächsten Tag zugelost.

Wie jetzt? Alleine mit jemandem Laufen, den man garnicht kennt? Mag erstmal seltsam und einschüchternd klingen – war es aber absolut nicht. Laufen verbindet! Aber mehr dazu später.

Während viele lange ihren Partner gesucht haben, hatte ich Glück und wurde sehr schnell von der lieben Stephanie aus Frankreich gefunden. Ich musste noch nichtmal aufstehen. Das ging ja viel einfacher als erwartet. 😀

Nach dem Dinner hatte jedes Land die Möglichkeit ihren landesüblichen Trinkspruch zum Besten zu geben. Als nacheinander alle wie einstudiert ganze Lieder sangen, bevor das Glas angesetzt wurde, wurden wir Deutschen glaube ich immer ein wenig nervöser. Kurz bevor wir dann an der Reihe waren, kam die Idee: Kurz und schmerzlos… Zicke Zacke, …. Ihr kennt das! Felix unser Herzens-Bayer wollte dann noch „Ein Prosit…“ einstimmen, aber es kam anders:

Alle Augen erwartungsvoll auf uns gerichtet. Los gehts.

ZICKE ZACKE, ZICKE ZACKE

HOI HOI HOI

Während des „HOI HOI HOI“ schlugen wir so heftig auf die Tische, dass gefühlt das gesamte europäische Run Happy Team für einen kurzen Moment erstarrte. Totenstille. Im Hintergrund eine Stimme „I am scared“.

Huch. Mal wieder die Deutschen! Nach dem kurzen Moment der Stille dann lautes Lachen – „Ein Prosit“ blieb jedoch aus… 😀

Run Before Sunrise

Am nächsten Morgen hat der Wecker nach einer recht kurzen Nacht schon wieder sehr, sehr, … sehr früh geklingelt. Zumindest für meine Verhältnisse. Um Punkt 5:30 Uhr War die Nacht vorbei und es ging nach zum Early-Bird-Run. *check* #brooksbestfest Challenge erledigt: Run Before Sunrise.

Ganz gemütlich sind fast alle des Run Happy Teams um kurz nach 6 in den Sonnenaufgang gelaufen.

So ganz ohne Frühstück und vor Allem ohne Kaffee ist das ja so garnix für mich. Wenigstens einen Espresso zum Wachwerden brauche ich, bevor ich Sport machen kann.

Den gab’s aber erst nach dem Lauf. Naja – waren ja nur 30 Minuten. Ich habs überlebt! Nach einem After-Run-Coffee ging nicht etwa zum Frühstück, nein, es ging zum Ballern!

Ballern? Jaaaa, Ballern! Is doch klar! Bei 100 verrückten Läufern finden sich doch immer 2 besonders Verrückte, die am frühen Morgen, ohne Frühstück auf die Idee kommen noch ein paar Bergintervalle zu schrubben.

Und in dem Fall waren das eben Christian und meine Wenigkeit. Bei mir wurden es 6x200m Bergauf, in ca. 3:50 min/km, was in etwa 3:10 min/km entspricht, wenn man die Steigung mit einberechnet. Bei Christian wurden es 2 mehr, da er etwas früher begonnen hat. Ich für meinen Teil war auf jeden Fall spätestens jetzt hellwach und trotzdem fix und fertig.

So! Und nun hatten wir uns unser Frühstück wirklich verdient!

Brooks Best Fest

Nach dem Frühstück ging der Tag dann eigentlich erst richtig los. Läufe, Workshops, Spaß, Picnic, … einfach eine tolle Zeit haben – das stand im Vordergrund.
Nach einer kurzen Begrüßung wurden wir in Teams eingeteilt und es wurde grob erklärt, wie der Tag ablaufen wird. Insgesamt haben 3 Workshops auf uns gewartet: „Run in Reverse“, „Drone Workshop“ und „Photography Workshop“.

Photography Workshop

Los ging es für unsere Gruppe mit einem Fotografie-Workshop, wo wir von einem Profi-Fotografen aus L.A. ein paar Grundlagen der Fotografie beigebracht bekommen haben. Schön fand ich, dass das ganze nicht all zu technisch war, sondern viel mehr einen kreativen Aspekt hatte.
Nach der Theorie kam dann die Praxis und wir hatten jede Menge Zeit in der Gruppe ein paar coole Bilder zu schießen.

Run In Reverse

Als nächstes hatten wir dann einen Rückwärts-Lauf-Workshop mit dem Weltrekordhalter im Rückwärtslaufen Aaron Yoder. Auch wenn sich das alles ein wenig verrückt anfühlt rückwärts zu Laufen, hat es doch jede Menge Spaß gemacht.

Drone Workshop

Der Dritte Workshop war ein Drohnen-Workshop mit Tom Hegen. Unfassbar, was dieser Typ für wahnsinns Bilder mit seinen Drohnen schießt. Zwar konnten wir nicht großartig selbst mit den Drohnen rumfliegen, haben aber einiges an Theorie gelernt und als kleines Goodie am Ende auch ein paar coole Aufnahmen von uns bekommen.

Picnic & Best Fest Run

Nach all den Workshops haben wir uns eine Pause verdient. Ein super gemütliches Picnic am Strand und tollen Gesprächen. Eine traumhafte Kulisse war das. Die Zeit ist wie an uns vorbei geflogen und ratz fatz ging es dann auch schon weiter zum Best Fest Run.

Der Best Fest Run war die reinste Gaudi. Kreuz und Quer sind wir über die kleine kroatische Insel Obanjan gelaufen und haben dabei jede Menge verrückte Dinge getan. Auf und ab durch das Amphitheater, durch den Regen, mal schnell, mal langsam, tanzend, springend, rückwärts… Es war einfach nur MEGA!

Am Ende haben sich alle gesammelt und haben jeden angefeuert, der vorbei lief. Es war die reinste Party! Ein richtiger Gänsehaut-Moment. Wirklich!

Danach gab es noch ein paar Stücke Pizza und das obligatorische Bierchen dazu. Soll ja keiner verdursten.

Sunset

Vor dem Abendessen haben wir uns noch den Sonnenuntergang ein einem kleinen Steg angeschaut, ein bisschen geplanscht und uns dort noch das ein oder andere Bierchen gegönnt. Der Sonnenuntergang war unbeschreiblich.

Feuchtfröhliches Gala Dinner am im Pool

Bei einem superschönen Gala Dinner am Pool der Insel haben wir dann alle gemeinsam den Abend ausklingen lassen. Naja. Hätten wir machen können. Aber wir wären ja nicht wir, wenn wir den Abend einfach gemütlich ausklingen lassen hätten.

Bis spät in die Nacht wurde getanzt. Neben dem Pool… und natürlich auch im Pool. Zwei mal habe ich mich umgezogen. Ich weiß garnicht so wirklich, wann die Nacht vorbei war, aber der nächste Morgen….. Lassen wir das!

Abreise

So toll die Tage auf Brooks Island waren, so schnell waren sie leider auch wieder vorbei. Leicht verkatert aber mit einem Grinsen ging es morgens noch zum Frühstück, wo mich gefühlt plötzlich jeder kannte. (Himmel, was habe ich denn da gestern wieder gemacht? :D)
Nach dem Frühstück hatten wir dann noch ein wenig Zeit für uns. Schwimmen, Quatschen, schlafen, … was immer wir wollten. Nur Bier wollte irgendwie heute keiner mehr. 🙂

Leicht depressiv ging es dann wieder Richtung Flughafen. Das wars schon. Ein paar wunderbare Tage auf Brooks Island!
Und jetzt freue ich mich natürlich wieder nach Hause zu meiner Familie zu kommen.

Bis Bald